Sonntag, 24. März 2013

1'111 Schritte




Das Training geht weiter mit immer mehr Gewicht auf dem Rücken und immer längere Trainingseinheiten: Beine, Rücken, Rumpf und Schultern reagieren gut. Die Grundlage, die ich in den beiden letzten Jahren aufgebaut habe sowie die Physio- und neuerdings die Yogaübungen tragen Früchte!


Der Schnee ist fast überall auf meinen Trainingsstrecken geschmolzen: ich kann nun die steinigen Auf und Ab's der Gobi-Wüste realitätsnah trainieren.
Highlights
Diese Woche habe ich zwei Highlights erlebt: die Präsentation meiner Wüstenerfahrungen vor 80 Arbeitskollegen und -kolleginnen sowie eine sehr grosszügige Spende für mein Projekt "1 Million Schritte für Special Olympics".

Das Echo zu meiner Präsentation war so gross, dass ich sie in ein paar Wochen für die Abwesenden wiederholen werde. Dazu beigetragen hat bestimmt auch die Spendensammlung, die mein Team hinter meinem Rücken organisiert hat.



Das ist das Geschenk des BAKOM-Personals zu meinem Abschied: eine ausgezeichnete Idee, die weitere 1'111 Schritte meines Projektes unterstützen wird.
Meine Arbeitskollegen haben sich von meinen Bildern und meinen Beschreibungen begeistern lassen: profitieren werden die Sportler von Special Olympics.






70 Tage
Jetzt kommt eine die intensive Trainingsphase: nach der Erholung vom Sahara race und der (Wieder-)Aufbau folgt nun ein intensiver Trainingsmonat. Diese Phase fällt in einer sehr günstigen Zeit: 4 Ostertage mit sogenannten back-to-backs (Läufe an aufeinanderfolgenden Tagen) sowie 2 Wochen Ferien vor dem Umzug und dem beruflichen Neubeginn, während denen ich meine Trainingseinheiten grosszügig planen kann.



Freude!
Die Vorbereitung der Präsentation hat schöne Erinnerungen hervorgebracht. Die Spende hat mich besonders motiviert, intensiver zu trainieren. Flüge und Hotels sind gebucht. Das China-Visum ist eingetroffen. Die Ausrüstung ist fast komplett. Ich bin gesund. Jetzt kann ich nur noch auf einer schönen Welle surfen: Run and smile!

Sonntag, 24. Februar 2013

Countdown: 100 Tage bis zum Gobi March

Eigentlich fehlen 98 Tage bis zum Start des Gobi March, aber das Screenshot von vorgestern ist soo schon, das ich hier das Countdown mit den 100 Tagen aufschalte!




Mit weniger als 4 Monate bis zur nächsten Wüste war es diese Woche höchste Zeit, den Rucksack wieder zu füllen und Rennsituationen zu simulieren.


Eigentlich bezieht sich das Simulieren nur aufs Gewicht, nicht auf die Inhalte des Rucksackes. Polenta und Reis sind rein Ballast, ich werde sie kaum in die Wüste mitschleppen. Auf dem Menü wird das altbewährte gefriergetrocknete Essen stehen.

Nun ist es auch höchste Zeit, Laufschuhe für Gobi und für den bestimmt feuchteren Lauf in Island im August auszuwählen. Am Treffen der Asics-Pacemaker bei MontanaSport habe ich mich von Rocco beraten lassen.


Das Pacemaker-Treffen war auch eine Gelegenheit, mich kurz mit dem Schweizer Marathonmeister und Asics-Läufer Viktor Röthlin auszutauschen. Leider konnte er mir noch nicht verraten, dass er den Jungfrau-Marathon laufen wird, sonst hätte ich ihm einige Berglauf-Tipps geben können ;-)



Die Schuhe sind in der Zwischenzeit eingetroffen, Schnee und Eis hindern mich aber daran, sie ausgiebig zu testen. Zurzeit sind immer noch Spikes-Schuhe angesagt ...


Ich kann diese Situation als optimale Akklimatisation für meinen zukünftigen Arbeitsort St. Moritz anschauen oder als Training für den nächstjährigen Lauf in der Antarktis oder einfach als Kraft- und Gleichgewichtstraining ... Auf jeden Spass macht es Spass im Schnee zu laufen. Und die Schuhe warten schön sauber auf ihre zahlreichen Einsätze.

Sonntag, 10. Februar 2013

Ab in die Berge!

Seit dem letzten Post hat mein Leben eine deutliche Wende genommen. Eine Wende, die wohl auch einen Einfluss auf meine sportliche Aktivitäten haben wird. Ab dem 1. Mai werde ich im Engadin arbeiten und leben, eine wunderbare Gegend für Outdooraktivitäten!
Der Arbeitsvertrag ist mittlerweile unterschrieben, die Wohnung gefunden. Nun kann ich mein Gobi-Training ernsthaft aufnehmen. Es bleiben ja nur noch 112 Tage!


Da ich diese Woche eh im Engadin auf Wohnungssuche war, konnte ich auch ein bisschen von der Höhenlage profitieren und auf Langlaufskis sowie mit meinen Asics-Gel-Arctic (mit Spikes) trainieren.
 

Val Rosetg auf Langlaufskis

Von Silvaplana her mit Schwung

















Ein Lauf ins Val Rosetg mit der Desert Queen Annemarie durfte selbstverständlich nicht fehlen. Auf einer dreistündigen Plauderrunde haben wir uns über unsere Laufpläne aufdatiert.  
 

Eine Plauderrunde mit der Desert Queen


Abgesehen von der interessanten beruflichen Herausforderung werde ich in Engadin St. Moritz einmalige Landschaften und ein ideales Trainingsgelände für meine nächsten Abenteuer Gobi, Island und Antarktis vor der Haustür haben. Eine antarktische Kälte habe ich auf jeden Fall bereits gespürt ...

Das Thermometer ist bis -26C gesunken
Schlag auf Schlag geht es weiter: am nächsten Freitag werde ich die Asics-Ausrüstung für die Gobiwüste und die Berghaus-Bekleidung für den Island-Lauf auswählen dürfen. Mehr zu den Ausrüstungstests in den nächsten Wochen an dieser Stelle.




Sonntag, 20. Januar 2013

Marschieren oder laufen? Vorerst vorbereiten und reflektieren

Der nächste Wüstenlauf wird atypisch sein. Erstens findet er nicht im Sand, sondern hautpsächlich in einer Steppe mit alpinen Passagen (siehe die Bilder im Link). Und zweitens heisst er: Gobi MARCH. Heisst dies, dass wir dort in erster Linie marschieren werden (müssen)?

in den letzten Wochen habe ich die Anreise mit Belinda, die ich vom Atacama Crossing kenne und ihrem Mann Toby geplant. Belinda kommt übrigens aus England, Toby aus Schweden, sie wohnen aber in der Schweiz. Die Planung war nicht einfach, da der Lauf im Norden Chinas, an der Grenze zu Kasachstan und der Mongolei stattfindet; wir mussten deshalb zwei Inlandflüge finden. Buchen können wir erst in ein paar Monaten, da in China die Flugpläne jede Saison angepasst werden. Mit alten Bekannten aus den Atacama- und Sahara-Läufen sind wir übrigens bereits an unserem Zelt "organisieren". Eine lustige Truppe kommt zusammen!

Voralpines Training

In den nächsten Monaten werde ich also in den Alpen trainiere, um das chinesische "alpine" Gelände zu simulieren. In den letzten Wochen habe ich mich aber auf sanfterem Gelände, im Berner Jura verköstigt.


Chasseral-Panorama mit Bieler-, Murten- und Neuenburgersee im Grünen


Der milde Winter hat mir trockene Böden bis ca. 1'000 müM beschert, darüber schöner, fester Schnee. Der Rucksack war noch leicht, ich konnte dementsprechend ziemlich relaxt meine Runden drehen.

Das Ziel dort oben im Schnee: der Chasseral


Auf dem Rückweg bei Minustemperaturen


Bald muss ich aber den Rücken an die Belastung wieder gewöhnen. Und meine Asics-Berater Boris und Rocco beiziehen, um die richtigen Laufschuhe auszuwählen.

Reflektieren

In den letzten Wochen hatte ich Gelegenheit, zwei Radiointerviews auf Italienisch zu meinem Projekt "1 Million Schritte" zu geben. Diese haben mir Gelegenheit gegeben, meine Gefühle und meine Erlebnisse in den zwei letztjährigen Wüstenläufen wieder Revue passieren zu lassen. Das erste Interview wurde am 13. Januar im Sportmagazin des Radio der Svizzera Italiana Rete Uno ausgestrahlt. Das nächste folgt am Donnerstag, 24. Januar in der Sendung Fior di loto, ebenfalls auf Rete Uno.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Das Jahr 2012 in Bildern

Die Tagesschau macht's, Roberto "Smile" Rivola kann es ebenfalls tun. Mit einem kleinen Unterschied: bei meiner Jahresrückschau handelt es sich ausschliesslich um positive Erinnerungen und Bilder!

Dieses Jahr war besonders erlebnisreich: ich bin die zwei ersten Ultraläufe der Serie 4deserts gelaufen und sie voll genossen. Wenn ich nicht gerade im Ausland am Laufen war, habe ich viele schöne Stunden auf Schweizer Wanderwegen verbracht. In der Schweiz haben wir nämlich das Privileg, über ein ausgezeichnetes Wanderwegnetz zu verfügen. Seit ein paar Jahren haben Kristina und ich entschieden, die Themenwege von Schweiz Mobil abzulaufen: sie bieten ein ideales Trainingsgelände und lassen uns unbekannte Seiten unserer Schweiz entdecken.

Ich verfüge über genug Material, um das Jahr mit einem Bild pro Monat zu illustrieren. Bereits das Sortieren der Bilder hat mir enorm viel Freude bereitet und mich an sehr viele schöne Momente erinnert. Ich möchte sie mit euch teilen.

Januar: Training in St. Moritz bei Temperaturen bis -20C auf Langlaufskis und auf den Trainingsstrecken von Annemarie "Campionessa" Flammersfeld, die sämtliche 4 Wüstenläufe in der Frauenkategorie gewinnen wird. An einem Tag sind wir zum Beispiel zum Hahnensee im knietiefen Schnee zweimal hintereinander hochgelaufen:


Dort hat sich bereits abgezeichnet, dass Annemarie gute Chancen auf eine gute Klassierung hatte. Und auch meine Form war mehr als genügend, um den Atacama Crossing zu bestehen.

Ende Februar der Flug nach Südamerika, um am Atacama Crossing teilzunehmen. Ich habe einige Tage in Santiago und San Pedro verbracht, dem Ausgangsort des Atacama Crossings. Zur Akklimatisation habe ich einige Ausflüge gebucht, unter anderem bis zu den weltberühmten Geysirs auf über 4'000 müM:



Damals wusste ich noch nicht, dass ich 2013 wieder Geysirs sehen werde: in Island, an einem ähnlichen Rennen. Mehr dazu in einem nächsten Blog.

Der Lauf selber hat zwischen 2'600 und 3'000 müM stattgefunden, mit atemberaubenden Kulissen:

 


Immer wieder habe ich mich wie in unseren Schweizer Bergen im Oktober beim ersten Schneefall gefühlt. Nur: es war 40 Grad heiss und am Boden lag Salz statt Schnee. Ich werde bestimmt in diese Gegend zurückkommen, vermutlich wieder am Atacama Crossing teilnehmen aber auch die umliegenden Vulkane besteigen.

Im April ist etwas Erholung angesagt: Kristina und ich haben uns die Voralpen und den ausgezeichneten und idyllischen Wanderwegnetz "Alpenpanorama" vorgenommen, mit teilweise nassem Wetter und Schneeresten:



Im Mai sind wir in den Voralpen auf dem Alpenpanorama- und auf dem St. Jakobsweg in der Innerschweiz weiter gelaufen:



Juni: der Beginn eines grossen Projektes für unseren Kollegen Reto. Er ist 1333 Kilometer von der Rheinquelle bis zur Rheinmündung in Holland gelaufen und dabei Spenden für krebskranke Kinder gesammelt. Wir haben ihn auf den beiden ersten Etappen vom Tomasee bis nach Chur begleitet:



Im Juli sind Engadinferien angesagt: hunderte von Kilometern und Höhenmetern mit unvergesslichen Aussichten, die ich ein paar Monate später in der Sahara immer wieder abrufen konnte. Sie haben mir Abkühlung gespendet:



Im August kurzer Engadin-Trainingscamp mit Kollegen, die ich in der Atacamawüste kennen gelernt habe: dafür sind sie aus England und den USA extra in die Schweiz geflogen. Intensive Trainingstage bei bestem Wetter und bester Laune - und viele Erinnerungen an die Stunden, die wir in der Wüste verbracht haben, sowie Zukunftspläne ... Und ihr Staunen über die Schönheit unserer Natur sowie die ausgezeichneten Wege:



September, The Wayve. Kristina und ich haben uns die 111 km rund um den Zürichsee aufgeteilt. Hier der Einlauf an einem verregneten und gleichwohl befriedigenden Tag:



The Wayve bietet eine sehr abwechslungsreiche Strecke in unmittelbarer Nähe von Zürich mit einigen Höhenmetern, die nicht zu unterschätzen sind. Wir werden bestimmt als Single zurückkehren (keine Missverständnisse: "Single" im Sinne von "Einzelläufern", die die Gesamtstrecke von 111 km laufen).

Im Oktober der letzte Schliff in der Vorbereitung zum Sahara Race, unter anderem mit einigen Stunden auf dem Sand der Beachvolleyballplätze in Magglingen, um die Wüstenverhältnisse zu simulieren:



Für den Monat November ein Symbolbild aus den rund 400 Photos, die ich in der ägyptischen Saharawüste aufgenommen habe: weit am Horizont ein Mitläufer, unmittelbar vor mir ein von tausenden von Fähnchen, die mir den Weg durch die Wüste gezeigt haben sowie die Fussabdrücke von nur 8-9 Konkurrenten, die vor mir lagen:



Im Dezember die "Desert Party" von Annemarie "Campionessa" Flammersfeld, illustriert durch das Bild ihrer Medaille am Gobi-Wüstenlauf, den ich im nächsten Juni laufen werde. Man beachte die Richtung meines Zeigefingers: ich zeige NICHT auf die "Leader"-Bezeichnung, die den Rangliste-Ersten trägt.



Noch ein Bild, das mein Projekt illustriert: Ein Million Schritte für Special Olympics Switzerland. Nachdem mein Kollege Joel, den ich in der Atacamawüste kennengelernt habe, mir von seiner Spendesammlung für Special Olympics USA erzählt hat, habe ich mich entschieden für die sportlichen geistig Behinderten in der Schweiz Geld zu sammeln.


Mit meiner Teilnahme an vier Wüstenrennen von je 250 km laufe ich eine Million Schritte: jeden dieser Schritte kann man mit einem Beitrag unterstützen. Während den gespendeten Metern oder Kilometern werde ich mich an die Spender und an die behinderten Sportler erinnern - dies wird mir Kraft geben, um die Strapazen mit einem Lächeln auf den Lippen zu meistern. Das gesammelte Geld wird den Behinderten ermöglichen, auf ein Ziel zu trainieren und an Wettkämpfen teilzunehmen.

500'000 Schritte sind bereits erlaufen: der nächste Blog wird der Planung der nächsten 500'000 Schritte gewidmet sein.

Ich wünsche meinen Lesern und Leserinnen einen guten Rutsch und ein schönes Lächeln auf den Lippen!







Sonntag, 18. November 2012

Auf in die Gobi-Wüste!

Die Würfel sind gefallen: nach dem Sahara race musste ich nicht lange überlegen. Die dritte Etappe der "4 deserts" laufe ich im Juni 2013 in China, in der Gobi-Wüste. Das gute Abschneiden in der Sahara und die schnelle Erholung haben meine Planung und mein Training bestätigt. 
 

Der Lauf findet am Rande der Seidenstrasse statt, in der Provinz Xinjiang. Die Seidenstrasse fasziniert mich seit der ersten Lektüre von Marco Polo's "Der Milione". Ein weiterer Grund, um die Gegend zu Fuss zu erkunden. Zudem leben in dieser Region verschiedene Ethnien: Kasachen, Uiguren, Tadschiken und Kirgisen; ein interessanter melting pot. Ich freue mich auf die Begegnung mit diesen Kulturen.


Alternativtraining

In den nächsten Monaten habe ich genügend Zeit, um den Körper zu "lüften" und andere Sportarten zu betreiben, in erster Linie Langlauf und Schneeschuhlaufen. Und vielleicht auch etwas Yoga. Am Sahara race habe ich mich nämlich mit anderen Läufern ausgetauscht, die ihre Muskelgeschmeidigkeit mit Yoga pflegen. Das hat mich in meiner Absicht bestätigt, im Winterhalbjahr die Muskeln noch gezielter zu pflegen. 

Ab Februar folgt ein gezielter viermonatiger Aufbau für die Gobi-Wüste. Der Lauf findet gemäss Veranstalter auf alpin-ähnlichem Terrain. Ich werde mich deshalb in unseren schönen Bergen und nicht mehr auf Beachvolleyball-Feldern bewegen ...


Eine Million Schritte

Nach meiner Rückkehr haben mein Projekt "1 Million Schritte für Special Olympics" und meine Erlebnisse in der Sahara-Wüste das Interesse der Internet-Gemeinschaft geweckt. Hier eine Liste der Beiträge:
  • Interview auf Italienisch auf Triathlon, che passione
  • Beitrag auf der Website meines Sponsors Asics
  • Beitrag auf der Website von CityRunning, die Laufcommunity von Zürich, mit der ich ab und zu am Sonntagmorgen die Stadt und ihre Umgebung ablaufe
  • Facebook-Beitrag von Swiss-Running
  • Übernahme meiner Blogs auf der Internet-Plattform für Ausdauerathleten More-than-power
Es ist übrigens immer noch möglich, auf dem Konto 60-253420-6, Rivola Special Olympics, Zürich zu spenden. Wir bewegen uns Richtung 4'000 Schritte bzw. 4'000 Franken. Danke an alle, die das Projekt bereits unterstützt haben. Und für diejenigen, die noch unentschieden sind: Spenden kann man von den Steuern abziehen!
  

Mittwoch, 7. November 2012

Zehn Bilder für 250'000 Schritte

Selbst einige Tage nach meiner Rückkehr aus der Sahara schwelgen immer noch so viele schöne Bilder und Gefühle in meinem Kopf. Deshalb habe ich entschieden, meinen zweiten Wüstenlauf im Rahmen der Projektes "1 Million Schritte für Special Olympics" mit zehn symbolischen Bildern zu illustrieren: eine Art Zusammenfassung in Bildern.



Unvergessliche Vollmondnächte, Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge in unberührter Natur.

Dazwischen Temperaturen bis zu 42 Grad an erstaunlich schwühlheissen Tagen.

Bis zu 10 Liter Wasser am Tag getrunken.








Die unendliche Weite der Wüste, gelegentlich von Felsformationen unterbrochen.

Vorne und hinten kleine Punkte, die Mitkonkurrenten signalisieren.

Die absolute Ruhe, nur der Rhythmus der eigenen Schritte und des eigenen Atems. 










Die Freude am Laufen, eine gute Kondition, ein idealer Aufbau.

Ausgezeichnete Betreuer, die mich physisch und psychisch ideal vorbereitet haben. Danke an Kristina, Stef, Karin und Adèle.











Wunderbare Freundschaften mit Konkurrenten aus der ganzen Welt, am Beispiel des Chinesen Xing Bo, der mich jeden Abend zu Boden beordert und meine Muskeln so gut gedehnt hat, dass ich am nächsten Tag wieder über den Sand geflogen bin.









Die freiwilligen Helfer, unermüdlich, Tag und Nacht im Einsatz um die Camps vorzubereiten, die Strecke zu "be- und entflaggen", Trinkwasser an den Checkpoints zu verteilen oder im Ziel eine kurze Spraydusche zu schenken. 











Entspannte Stunden im Camp mit den Zeltmitbewohnern, die immer für einen Spass zu haben waren.

Dank der internationalen Zusammensetzung auch ernsthafte Gespräche über die politische, soziale und ökonomische Situation in Europa, Amerika und Ägypten. Auf dem Bild fehlen leider die drei Chinesinnen.













Die Natur ist ein Kunstwerk. Die Sahara ist voll davon: unglaubliche Felsformationen, die von Wind und Sand über Jahre geschliffen wurden.

Der Lauf im Tal der Wale, ein UNESCO-Welterbe war ein Highlight.
















Was für Viktor Röhtlin taugt, bewährt sich auch in der Wüste.

Herzlichen Dank an meinen Ausrüster Asics und an Boris von Montana Sport, die mich mit Material ausgestattet haben, die sonst Profis tragen.









Die erste Trophäe, die ich in meiner Läuferkarriere gewonnen habe. Erster Platz in meiner Altersklasse und 14. Platz im Gesamtklassement.

Obwohl ich nicht für die Rangliste laufe, wusste ich, dass ich in Form bin.

Es ist schon ein schönes Gefühl, wenn man im Sand nur wenige Spuren von anderen Konkurrenten sieht und damit sich im vorderen Feld weiss. 

Jetzt nur keinen Druck aufsetzen und die weiteren Läufe nur geniessen: die Resultate kommen von selber.








Joel hat mich auf die Idee gebracht: Spenden für einen guten Zweck sammeln. Er für Special Olympics USA, ich für Special Olympics Schweiz.

Mit der Durchquerung der Atacama- und der Saharawüste habe ich bereits 500'000 wunderbare Schritte hinter mir. Weitere 500'000 warten auf mich.

Mit einem Franken pro Schritt kannst du geistig Behinderten ermöglichen, Sport, Spass und ein Ziel vor den Augen zu haben.






Mein nächstes Ziel ist noch offen: weitere (Lauf-)Projekte schwirren nun in meinem Kopf. Ich brauche noch einige Tage, um die Zukunft genau zu planen. Sicher ist, dass mein Projekt "1 Million Schritte für Special Olympics" zu Ende geführt wird, mit welchen Läufen auch immer. Sobald die Ideen klarer sind, werde ich sie hier ankündigen.

Nachfolgend findet ihr meine Blogs, die ich nach jeder Etappe auf der Website des Veranstalters geschrieben habe. Auch sie habe ich mit einigen Bildern angereichert.

Gesamtstrecke: 250 km, 34:00:37

Keep on running and smiling!